3.11.2014 - Erscheinungsdatum "Die Farben des Bösen"

Die letzte Berichterstattung ist schon eine Weile her, aber jetzt melde ich mich zurück und zwar mit super News! Roman Nummer vier mit dem Titel "Die Farben des Bösen" steht in den Startlöchern! Am 3. November 2014 geht das E-Book endlich, endlich in den Handel. Man kann es aber auch schon vorbestellen, zum Beispiel bei Amazon.de (4.99 Euro) oder bei iBooks (CHF 6.00).

Ich schätze, das ist der richtige Moment, um zurückzublicken und ein paar Worte über die Zusammenarbeit mit dem Verlag zu verlieren. Aber das ist nicht ganz einfach... Wo soll ich bloss anfangen? Nun, es hat Spass gemacht und war sehr lehrreich. Das Skript wurde gefühlte 50 Mal hin und her geschickt. Zuerst wurde das Skript grob lektoriert, nach Ungereimtheiten, Längen, Spannungskillern gesucht. Dann durfte ich nochmals an die Arbeit, um die Mängel auszumerzen. Anschliessend wurde es detailliert lektoriert, mein Deutsch wurde überarbeitet, meine Sätze wurden teilweise auf den Kopf gestellt - anschliessend war ich wieder dran, mir diese Änderungen anzusehen. Dafür bekam ich etwa einen Monat Zeit. Ich gab das Skript zurück, es wurde in die Form gebracht, in der es in den Verkauf gehen sollte, wurde mir erneut geschickt und ich durfte als Erste mein eigenes Buch lesen. Eine lustige Erfahrung, das kann ich euch sagen! Wiederum durfte ich meine Anmerkungen anbringen und retournierte das Buch erneut dem Verlag. Anhand meiner Bemerkungen wurde es dort nochmals durchgeackert und jetzt sollte es fertig sein. Zwischendurch, ganz nebenbei, musste ich noch ein paar Formulare ausfüllen, ein Autorenfoto einreichen, mein Buch bekam ein professionelles Cover und einen neuen Titel verpasst. Alles in allem arbeiteten wir etwa ein halbes Jahr daran. Verschiebungen der Rückgabedaten inklusive (auf meine Ferienabwesenheit wurde z. B. problemlos Rücksicht genommen). Es steckt also echt viel Arbeit in einem solchen Unterhaltungsmedium. Klar, als ich alles noch alleine mit Hilfe meiner Schwester und einer Freundin, die die Skripte lektorierten, gemacht hab, verlangte es auch einiges an Zeit und Aufwand ab. Aber welche Maschinerie bei Profis in Gang gebracht wird, und das nur schon für ein E-Book, das ist wirklich beeindruckend. Ich kann's nicht anders sagen: Die Jungs und Mädels hinter den Kulissen haben meinen vollsten Respekt und ich werde Bücher, in welcher Form auch immer, in Zukunft noch viel mehr würdigen. Aber mal abgesehen von der Arbeit, die in diesen digitalen Seiten steckt, steckt auch viel Liebe und Herzblut drin. Für mich ist es ja sowieso ein Baby. Ich hab das Buch geschrieben, es ist meine Geschichte. Alleine das war ja schon eine mächtige Schufterei, aber das eben dieses Baby von anderen auch als solches respektiert und so behandelt wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Ehrlich gesagt, ich hatte ja auch keine Ahnung, was mich erwarten würde, als es hiess, du arbeitest ab sofort mit einem Verlag zusammen. Ich hab mich einfach nur gefreut. Inzwischen kann ich behaupten, alles was danach kam, hat die Freude nur noch gesteigert. Alle Menschen, mit denen ich in dieser Zeit in Kontakt kam, die meine Geschichte, meine Kreation, in Händen hielten, habe ich irgendwie ins Herz geschlossen und das, obwohl ich sie nie persönlich kennengelernt habe, man stelle sich das mal vor!

Meine Meinung wurde nicht übergangen, wie man es von einem grossen Verlag erwarten könnte (oder wie ich es fast ein bisschen befürchtet hab), sondern berücksichtigt. Meine Anfragen, ob zum Thema oder nicht, wurden immer gleich beantwortet, sofern es möglich war. Der Umgang war irgendwie persönlich, freundlich, lustig, liebenswürdig, auch wenn während des Austauschs nur mit einem PC-Bildschirm kommuniziert wurde und nicht mit einem Gesicht aus Fleisch und Blut.

Obwohl diese Menschen tonnenweise Skripte auf dem Tisch haben, scheint es doch, als würden sie ab dem Moment, ab dem sie für einen Text die Verantwortung bekommen, diese Verantwortung aus einer Leidenschaft heraus auch ernst nehmen. Da fühlt man sich und seine "Schöpfung" doch gleich viel besser aufgehoben.

Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war bisher jedenfalls eine durchwegs positive Erfahrung und wie ich gerade feststelle, während ich diese Worte so vor mich hin tippe, geht eine Ära zu Ende. Das wird mir gerade in diesem Moment bewusst und ist irgendwie traurig. Darum mach ich jetzt, was man in solchen Fällen tun sollte: Ich bedanke mich. Bei allen, die diesem Buch eine Chance geben und gegeben haben, bei allen, die sich meinem Text (und auch meinen Mails) in dieser Zeit angenommen haben, bei denen, die die Geduld aufbrachten, meine Fragen zu beantworten. Danke vor allem an Frau L. S., meine gute Fee bei Droemer Knaur, die vom Anfang bis zum Schluss auf mein "Baby" (und mich) aufgepasst hat.

Fast ein bisschen kitschig emotional das Ganze, ich weiss. Aber das hat auch sein Gutes. Was macht man nämlich am besten, wenn die Sentimentalität Einzug hält, weil das Ende einer bedeutungsvollen Zeit gekommen ist? Genau. Man startet eine Neue. Denn was steht am Ende der Sentimentalität? Das Bedürfnis nach Mehr und damit ein Neuanfang. Was das für mich bedeutet, ist klar. Ich schau mal, was sich mit so einem professionell verlegten Buch so alles anstellen lässt und ich schreibe weiter. Ich schreibe weiter an meinem fünften Roman, der mich derzeit unter dem Arbeitstitel "Schneewittchen" auf meinen Zugfahrten begleitet... Aber davon gibt es ein anderes Mal mehr... ;)

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Kommentare: 2
  • #1

    Thomas (Donnerstag, 30 Oktober 2014 14:46)

    Ganz viel Erfolg mit deinem "Erstlingswerk".

    Ich bin unglaublich Stolz auf dich!



  • #2

    Tara (Freitag, 27 Februar 2015 14:13)

    Spannung puuur!
    Bin begeistert, kan ich nur weiter empfehlen.

AGENDA

14. September 2017, 19.00 Uhr, Lesung in der Stadtbibliothek Winterthur, Details folgen

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